06. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
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Die moderne Labormedizin entwickelt sich immer mehr zur „Hellseherin“ der Medizin. Schon lange geht es nicht mehr nur darum, bestehende Erkrankungen zu diagnostizieren und so die Grundlagen für die Therapie zu legen. In der Forschung geht es immer mehr darum, prädiktive Marker zu finden, um Erkrankungen schon Jahre vor dem Auftreten von Symptomen zu erkennen und so die Möglichkeit für rechtzeitige und potenziell heilsame Interventionen zu schaffen.
Foto: Archiv BBRZ/Klaus Morgenstern
LINZ – 28.000 ehemalige asbeststaubexponierte Mitarbeiter wurden in Oberösterreich im Rahmen eines Nachsorgeprogramms persönlich kontaktiert. 2300 davon wurden untersucht, bei jedem fünften zeigten sich durch Asbest verursachte Auffälligkeiten in der Lunge. Rund zwölf Prozent der Untersuchten mit auffälligen Befunden hatten bereits Rippenfellkrebs oder ein Lungenkarzinom – für viele eine völlig unerwartete Diagnose. Wegen der langen Latenzzeit wird die Spitze asbestbedingter Erkrankungsfälle laut Experten erst in einigen Jahren erreicht.
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GRAZ – Bereits zum 38. Mal treffen sich Österreichs Allgemeinmediziner Ende November in Graz. Im Mittelpunkt des Kongresses steht der Patient mit hormonellen Störungen in der Praxis. MT sprach mit Dr. Walter Fiala, dem langjährigen Kongressleiter.
Konsensus-Statement – State of the Art 2007: „Substanzbezogene Störungen und psychiatrische Erkranku
WIEN – Auf der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und biologische Psychiatrie präsentierten Univ.-Prof. DDr. Siegfried Kasper und Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek das neue Konsensuspapier „Substanzbezogene Störungen und psychiatrische Erkrankungen“. Medical Tribune bringt einen Auszug aus dem Bereich der Pharmakotherapie und Substitutionstherapie bei der Opiatabhängigkeit.
MT Roundtable
WIEN – Mefenaminsäure ist ein klassisches nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR). Medical Tribune fragte in einer Expertendiskussion nach den Vor- und Nachteilen des Schmerzmittels. Wenn man auf Neben- und Wechselwirkungen achtet, hat man mit Parkemed® ein potentes Mittel zur Bekämpfung akuter Schmerzen verschiedenster Indikationen zur Verfügung.
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STOCKHOLM – Babyschwimmen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch es ist offenbar nicht frei von Risiken. So erweist sich die Chlorierung der Schwimmbäder – das häufigste Desinfektionsverfahren in diesem Bereich – als enge Gratwanderung zwischen mangelnder Desinfektion und Atemwegsirritation.
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PÖCHLARN – Mikronährstofftherapien erfreuen sich zunehmender Popularität. „Viele heute praktizierende Ärzte haben aber im Studium nichts über diese relativ moderne Therapieform erfahren“, erklärte Dr. Norbert Adelwöhrer, Institut für Ernährung und Stoffwechselerkrankungen, bei einem Seminar- Wochenende der FAM.
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BAD HOFGASTEIN – Etwa 100 bis 150 Gene werden in Europa routinemäßig getestet. Dadurch fallen viele Daten an. Was macht man aber mit diesem genombasierten Wissen? Wie soll es im öffentlichen Gesundheitswesen eingesetzt werden, um zur Gesundheit der Bevölkerung beizutragen? Noch fehlen gesundheitsrechtliche Rahmenbedingungen, was Forscher, Mediziner und Patienten verunsichert.
WIEN - Wie stressig ist das Leben einer Mutter mit fünf Kindern? Nicht besonders, befand damals die Wienerin Dr. Dagmar Kissler und studierte „nebenbei“ Medizin. Nach erfolgreichem Abschluss nahm sie noch zwei kleine Pflegekinder auf. Kinder lassen sie auch in ihrer Arbeit nicht los, ist sie doch Schulärztin. Eine Berufung, die durchaus ihre Schattenseiten hat. „Missglückte Integration“ beispielsweise erlebt sie hautnah mit.
WIEN – „Wir müssen gewappnet bleiben!“ Und: „Die Gefahr der Verstaatlichung unseres Gesundheitssystems ist noch nicht gänzlich gebannt!“ So begründet Ärztekammerpräsident Dr. Walter Dorner den Ärzteprotest am 8.November. An diesem Tag zeigte die Ärzteschaft in ganz Österreich laut auf, dass sie mit den Umstrukturierungsplänen der Gesundheitspolitik nicht einverstanden ist. Die MT bat Ärzte aus ganz Österreich, ihre Eindrücke und Erfahrungen vom Informationstag zu schildern. Danke für die vielen interessanten Antworten, die auch persönliche Erfahrungen aus dem Ärzte-Alltag widerspiegeln. Lesen Sie die Reflexionen in dieser und der nächsten MT.
BALTIMORE – Hitzewallungen bereiten manchen Frauen in der Menopause erhebliche Probleme. Nach wie vor scheinen Östrogene die stärkste Waffe gegen die lästigen Hitzeschübe zu sein.
WIEN – Kein Wunder, dass die Hälfte der Patienten mit neuropathischen Schmerzen an Depressionen leidet. Über Jahre hinweg Schmerzen, ohne zu wissen, woher sie kommen. Und viele, viele verschiedene Ärzte und Therapien, die auch nicht wirklich weiterhelfen. Durchschnittlich dauert es zweieinhalb Jahre, bis die Patienten zu Experten kommen und ihr Leiden gelindert werden kann.
GRAZ – Über mangelnde mediale Aufmerksamkeit konnte sich die interventionelle Kardiologie in den letzten Monaten nicht beklagen: Gleich mehrere Studien stellten die gängige Praxis der Stentimplantation in Frage. Wie bewertet der Präsident der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft, Prof. Kurt Huber, nun die neuen Ergebnisse, die nicht nur die Überlegenheit der Intervention gegenüber der konservativen medikamentösen Therapie bei stabiler koronarer Herzerkrankung, sondern auch den Vorteil der Medikamentenbeschichtung in Zweifel ziehen?
WIEN – Colon irritabile, irritables Kolon, Reizdarm – das sind die Synonyme für eine im Prinzip ungefährliche, aber überaus quälende Erkrankung. Die Ursachen dafür sind vielfältig, wenn auch nicht restlos geklärt. Univ.-Prof. Dr. Peter Bauerfeind von der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich hat die gängigste Medikation für den gereizten Darm unter die Lupe genommen.
WATERBURY – Biostatistik ist für viele junge Ärzte ein Buch mit sieben Siegeln. Fachbeiträge zur klinischen Forschung sind für sie daher oft schlichtweg unverständlich.
DRESDEN – Ein achtjähriger Junge mit Tumor am Kopf. Das muss genauer geklärt werden, dachten die Chirurgen und machten sich mit dem Skalpell ans Werk. Viel zu voreilig, urteilt ein Hautexperte.
Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben in einer Fall-Kontroll-Studie die individuellen und kombinierten Effekte von Statinen und niedrig dosierter Azetylsalizylsäure auf das Kolorektalkarzinom- Risiko untersucht.
Die Unterbindung der Androgenproduktion nach der Operation oder Bestrahlung eines lokalisierten Prostatakarzinoms soll das Tumorwachstum hemmen. Allerdings haben Studien in der Vergangenheit ein erhöhtes Risiko für ein Metabolisches Syndrom ergeben. Amerikanische Forscher haben nun Daten eines Patientenregisters analysiert, um das Nebenwirkungsrisiko weiter abzuklären.
Amerikanische Forscher haben untersucht, wie sich Entscheidungshilfen für das Prostatakrebs-Screening auf Patienten auswirken. Dazu wurden die Ergebnisse von 18 Studien mit 6621 Patienten analysiert.
MT 47/2007
Medical Tribune 47/2007

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