09. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
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WIEN – Vor Weihnachten wird nicht nur Bilanz über das abgelaufene Jahr gezogen, es werden auch Wünsche für das kommende Jahr formuliert. Das heimische Gesundheitssystem ist 2007 ordentlich in Bewegung geraten. Die Forderungen der verschiedenen Partner – von Ärzten, Pharmaindustrie, Politik oder Patienten – schienen oft nicht wirklich vereinbar. Jetzt zum Jahresende greift MT einen alten Kinderbrauch auf und bat bekannte Exponenten des Gesundheitswesens, ihre Wünsche für und an das Gesundheitssystem doch mal in einem kleinen Brieferl an das Christkind zu formulieren.
38. Kongress für Allgemeinmedizin, Thema: „Tanz der Hormone“, 22. – 24. November 2007 St
GRAZ – Déjà-vu-Erlebnis beim Kongress für Allgemeinmedizin in der steirischen Landeshauptstadt: Nachdem vor drei Jahren über die postmenopausale Hormonersatztherapie zu Gericht gesessen wurde, fand sich in diesem Jahr die Testosteronsubstitution des Mannes auf der Anklagebank wieder. Energieschub für den Mann im Herbst seines Lebens oder doch nur wieder eine vollmundige Versprechung, der die unsanfte Landung auf dem Boden der Realität noch bevorsteht?
Foto: Bilderbox
GRAZ – Nicht jede Hochdruckentgleisung über 200 mmHg ist lebensbedrohlich. Entscheidend für die Prognose ist die Klinik. Bei normotensiven Patienten können hypertensive Notfälle auch bei wesentlich niedrigeren Blutdruckwerten auftreten. Wichtigste Faustregel für die Behandlung: Die Blutdrucksenkung sollte langsam erfolgen.
Foto: Bilderbox
WIEN – Schwere Erkrankungen konfrontieren Menschen mit ihrer Endlichkeit. Und im Angesicht des Todes drängen existenzielle Fragen, nach einer letzten Instanz, nach dem Sinn des eigenen Lebens und Leidens. Müssen Ärzte „spirituell“ sein, um hier Patienten seelisch beistehen zu können? Überhaupt, müssen Ärzte auch noch „Seelsorger“ sein? Gewichtige Fragen, die aber – verliert man sich nicht im Dickicht von Definitionen – einfache Antworten in sich tragen.
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WIEN – Gibt es Neuigkeiten in der antiretroviralen Therapie der HIV-Infektion? Und wie gut sind heute verfügbaren Therapien wirklich? MT sprach anlässlich des Welt-Aids-Tages mit dem HIV-Experten Univ.- Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer von der Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln.
Foto: Lebenshilfe Steiermark Söding
Seit vierzig Jahren begleitet und betreut die Lebenshilfe Österreich Menschen mit intellektuellen Behinderungen. Die Selbstbestimmung des einzelnen Menschen steht dabei mehr und mehr im Mittelpunkt.
Abb.: Maximilian Rudert et al., Orthopäde 2007; 36: 304 – 310, © Springer Medizin Verlag
MÜNCHEN – Statt des gesamten Gelenks kann man bei Hüftarthrose auch nur die Oberflächen von Kopf und Pfanne ersetzen. Doch wie lange hält diese knochenschonende Form der Endoprothese? Ist sie für jüngere Patienten wirklich empfehlenswert?
Foto: Bilderbox
WEIZ – Ungesunder Lebensstil, jahrelange Fehlernährung und eingeschränktes Bewegungsverhalten führen oft nicht nur zu einer Adipositas, sondern auch zu einer Fehl- und Minderversorgung mit Mikronährstoffen. Dr. Norbert Adelwöhrer fasste für die Medical Tribune zusammen, wie die orthomolekulare Medizin helfen könnte.
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KÖLN – Riesenlücken in der Ischämie-Diagnostik lässt das Belastungs-EKG. Diese schließen neuere, bildgebende Methoden, die Einblick in die Versorgungslage des Myokards bei Belastung gewähren. Was leisten Stress-Echo, Szintigramm und Belastungs-MRT?
Foto: fotodienst/Dan Carabas
WIEN – Wie wird sich die österreichische Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten entwickeln, und wie wird sich das auf unser Gesundheitssystem und seine Finanzierbarkeit auswirken? Diese Fragen wurden bei der V. Speaker‘s Lounge des Österreichischen Generikaverbandes von vier Experten diskutiert.
Foto: Bilderbox
WIEN – Die Sicherstellung menschenwürdiger Pflege-, Therapie- und Betreuungsstrukturen für Demenz-Erkrankte sowie die Entlastung und Unterstützung pflegender Angehöriger ist die wohl größte Herausforderung für unser Gesundheitssystem. Beim 2. Wiener Alzheimertag forderten die Vertreter aus Gesundheitspolitik und Medizin gemeinsam mit Angehörigen- Vereinigungen eine verstärkte Wahrnehmung der enormen Dimension des Prob­lems.
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WIEN – Am 14. November feierte Novo Nordisk weltweit den UN-Weltdiabetestag. In Wien gab es einen Gratis-Gesundheitscheck und einen „Walk um den Ring“ gegen Diabetes.
MT Roundtable
BADEN – Interdisziplinäre, multiprofessionelle Netzwerke sind Voraussetzung für eine adäquate Versorgung von Krebspatienten. Darin kommt Klinikern ebenso wie niedergelassenen Ärzten ein wichtiger Part zu, wie eine Diskussionsrunde namhafter Experten übereinstimmend feststellte. Nur ein Netzwerk kann alle Grundbedürfnisse eines Tumorpatienten erfüllen: von einem kompetenten Zentrum nach dem letzten Stand der Wissenschaft betreut zu werden, die Lebensqualität nicht durch zu großen Aufwand beeinträchtigt und einen vertrauten Ansprechpartner vor Ort zu haben.
Foto: Bilderbox
GRAZ – Als Reaktion auf einen Artikel in der Kleinen Zeitung „Uni-Klinik kürzt Nachtdienste, Jobs und Gagen“ verfassten die Ärzte und Ärztinnen der Grazer Univ.-Klinik für Unfallchirurgie eine Stellungnahme, die Univ.-Prof. Dr. Herwig Peter Hofer, FA für Unfallchirurgie, der Medical Tribune zur Verfügung stellte.
Foto: InterComponentWare GmbH
WIEN – „Österreich ist EU-weit ein Vorreiter in Sachen E-Health!“ Stolz präsentierte Dr. Clemens Martin Auer auf der internationalen Konferenz „World of Health IT“ Ende Oktober 2007 im Austria Center Vienna die technischen Errungenschaften der hiesigen Gesundheitspolitik. Mehr als 500 Anwender und Anbieter aus ganz Europa trafen sich auf der Fachkonferenz.
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BASEL – Autoantikörper sollten in der Rheumatologie nur bestimmt werden, um einen klinischen Verdacht zu erhärten. Ein unspezifischer labortechnischer „Rundumschlag“ stiftet meist nur Verwirrung.
Altenpflege
Mit Ende des Jahres läuft die Amnestie für illegale Pflegekräfte aus. Eine weitere Verlängerung ist derzeit nicht mehr vorgesehen. Das Sozialministerium bietet stattdessen ein mit 1. Juli 2007 in Kraft getretenes Fördermodell zur 24-Stunden-Betreuung an. Lesen Sie den derzeit gültigen Stand - die Diskussion dürfte aber noch nicht abgeschlossen sein.
Dr. Gabriele Polanezky, Foto: HS
HALL IN TIROL – Die US-Amerikanerin Edith S. Bryan und die Österreicherin Gabriele Polanezky haben gemeinsam, dass sie in ihren Ländern als jeweils erste Doktorinnen in Pflegewissenschaft promoviert haben. Allerdings hat Dr. Bryan ihre Promotionsurkunde bereits 1927 überreicht bekommen, während die Feier für Dr. Polanezky erst kürzlich an der vom Land Tirol finanzierten Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik – UMIT – in Hall in Tirol stattgefunden hat.
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BOCHUM – Die Standardtherapie mit Kortison und Immunsuppressiva hat beim schweren M. Crohn klar ihre Grenzen. TNF-α-Blocker können hier entzündliche „Darm-Brände“ löschen, bergen aber auch ernste Risiken. Welchen Stellenwert haben Infliximab & Co. heute für Crohn-Kranke?
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Neuchatel – Ihr Patient ist putzmunter, aber der Harntest bei einer Routineuntersuchung sagt „Proteinurie“. Jetzt müssen Sie genauer wissen, was los ist. Denn dieser Befund kann völlig harmlos sein, aber auch eine schwerste Nierenerkrankung signalisieren.
Abbildung: Chih-Chieh Chan et al., N Engl J Med 2007; 357: e13, © Massachusetts Medical
TAIpei – Seit drei Tagen hatte die 75-jährige Diabetikerin ein Kratzen im Hals bemerkt. Auf ihrer Zunge waren viele weiße Pünktchen erschienen, die jedoch kaum schmerzten.
Abb.: H. Rupprecht, „Postinterventionelles Cholesterinemboliesyndrom“, Dtsch Med Wochens
BAYREUTH – Eine 72-jährige mit Wadenschmerzen, das könnte eine pAVK sein, dachten die Kollegen und schritten zur Angiographie. Zwei Monate später hatte die Seniorin blaue Zehen und musste an die Dialyse. Was war hier passiert?
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BAD ORB – Schwere Angina pectoris, akutes Koronarsyndrom, Herzinfarkt: Klar gehört hier Nitro-Gabe unbedingt zu den Erstmaßnahmen. Doch es gibt dabei auch ein paar Regeln zu beachten.
„Wir sehen anders“
WIEN – Eine neue Broschüre will Sehenden Tipps für einen besseren Umgang mit blinden Menschen vermitteln.
2. Gemeinsamer Deutscher Allergie-Kongress
LÜBECK – Erdnussallergiker leben immer in der Furcht, das potenziell tödliche Allergen aus Versehen zu verzehren. Eine Immuntherapie erlaubt zwar keine Knabberfreuden, kann aber die Angst vor der versteckten Nuss nehmen.
Abb.: D. Helbig, S. Grabbe, J. Dissemond, „Erythema anulare centrifugum bei Basalz
ESSEN – Juckende, winzige rote Pünktchen bemerkte die 78-Jährige zuerst. Allen Therapien zum Trotz vergrößerten sich die Läsionen und juckten extrem. Erst als die Ärzte das Rezidiv eines Basalzellkarzinoms entfernten, verschwand das Erythem wieder.
Abb.: Juliane Reuter, Markus Braun-Falco, Hautarzt 2007; 58: 698 – 700, © Springer
FREIBURG – Seit zwei Wochen hat der 45-Jährige juckende „Bläschen“ an Händen und Füßen. Auch am Penis hat der Mann anfangs Hautveränderungen bemerkt, sie sind aber bereits abgeklungen, als er die Dermatologen der Freiburger Universitätsklinik aufsucht. Was beseitigt den Spuk?
LEIPZIG – Schmerzhafte rote Schwellungen an beiden Unterschenkeln, hervorgerufen durch jahrzehntelanges Melken. Schuld war die Kälte.
In einer aktuellen Literaturübersicht wurde untersucht, welche Maßnahmen bei der primären Insomnie über 60-jähriger Patienten nützen, um die Zufriedenheit mit dem Schlaf und die funktionellen und kognitiven Fähigkeiten am Tage zu verbessern sowie der Tagesmüdigkeit vorzubeugen.
Das Risiko eines Schlaganfalles ist in der Woche nach einer TIA um bis zu 10 % erhöht. Britische Forscher haben in einer Studie an 1278 Patienten untersucht, ob die Geschwindigkeit des Beginns einer Therapie das Risiko eines Folge-Schlaganfalls beeinflusst.
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Medical Tribune 50-52/2007

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Ob Fersensporn, Dauerjuckreiz, eingewachsene Zehennägel oder andere größere und kleinere Wehwehchen – pfiffige Hausärzte entdecken im Verlauf ihrer Tätigkeit immer wieder verblüffende Möglichkeiten, den medizinischen Herausforderungen im Praxisalltag nach der Devise „Gewusst wie“ zu begegnen.



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