06. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
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Univ.-Prof. Dr. Felix Unger, Foto: PAM
SALZBURG – Die europäische Gesundheitspolitik auf neue Beine stellen: Es war nichts weniger als die Auflösung dieses Gordischen Knotens, mit dem die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste mit Sitz in Salzburg von EU-Parlament und EU-Kommission beauftragt wurde. Im Dezember 2008 legte deren Präsident, der renommierte Salzburger Herzchirurg Prof. Unger, das von Medizinern gemeinsam mit Versicherungsinstituten und Pharmafirmen unter Einbeziehung der Medical Association erarbeitete Strategiepapier mit dem klingenden Namen „European Lead Market in Health Care“ in Brüssel vor. Im MT-Interview sprach er über die wesentlichen Eckpunkte des Papiers.
Schilddrüsen-Operation, Foto: Rotka
Eine steigende Inzidenz bei einer sinkenden Mortalität bescheinigen Epidemiologen dem Schilddrüsenkarzinom. Dank Jodsupplementation über das Speisesalz sind die besonders aggressiven Formen wie das anaplastische oder das medulläre Schilddrüsenkarzinom sehr selten geworden. Die anderen Karzinomtypen können mit Chirurgie, Strahlenbehandlung und Hormontherapie meist geheilt werden, wobei eine erhöhte Rezidivgefahr zeitlebens bestehen bleibt. Die Diagnose des Schilddrüsenkarzinoms ist meist ein Zufallsbefund. Umso wichtiger ist, dass die Schilddrüse bei jeder Gelegenheit palpiert wird.
Foto: Bilderbox
WIEN – Um für Notfälle während der EURO 2008 gewappnet zu sein, wurde erstmals ein elektronischer Blutkonservenpool aller Blutspendedienste und Krankenhäuser eingerichtet. Die nötigen Spender sollen mit kleinen Anreizen mobilisiert werden.
Dr. Hans Jörg Schelling (li.) übernimmt die Aufgaben von Komm.-Rat Helmut Klomfar, Foto: AUVA&
WIEN – Am 1. Mai 2008 löst Dr. Hans Jörg Schelling, Abgeordneter zum Nationalrat und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, den bisherigen Obmann der AUVA, Komm.-Rat Helmut Klomfar in dessen Funktion bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt ab. Europaweit einmalig deckt die AUVA mit den „Vier Säulen“ Prävention, Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und Rentenzahlung alles rund um den (Arbeits-)Unfall ab.
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COLUMBUS – Die Prognose zu früh geborener Babys hat sich in den letzten Jahren verbessert. Aber immer mehr Kinder kommen vorzeitig zur Welt. Wie kann man das verhindern?
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DAVOS – Grausam in eine machtlose Position versetzt, so fühlen sich Ärzte, wenn sie plötzlich krank werden. Nach einer beinahe missglückten Reanimation erlebte ein Schweizer Kollege den Absturz in die Patientenrolle.
alkoholmissbrauch
ESSEN – Die Alkoholkrankheit kommt mit dem Alter nicht zum Stillstand. Häufig beginnt sie sogar erst im Alter. Die nachlassende Alkoholtoleranz führt zu vielfältigen psychischen und physischen Symptomen.
Geburt, Schwangerschaft, IVF, Foto: Bilderbox
Frankfurt – Das Myom soll raus: So unterschiedlich die Gründe für den Eingriff sein können, so variabel sind inzwischen die Methoden. Doch gerade die neuen Verfahren eignen sich nicht für jede Frau.
Foto: Bilderbox
REICHENAU/RAX – Die Südbahn Schmerzgespräche widmeten sich dieses Jahr unter anderem den wichtigsten Neben- und Wechselwirkungen unter Therapie mit Schmerzmitteln. Von den nicht opioiden Analgetika bis zu den stark wirksamen Opioiden wurden für die klinische Praxis relevante Interaktionen vorgestellt. Neue Studienergebnisse zu Paracetamol schmälern seine Sonderstellung in der postoperativen Schmerztherapie. Bei der Kombinationstherapie mit Opioiden und SSRI besteht die Gefahr des Serotoninsydroms. Nach Berechnungen der Krankenkasse wird diese Kombination in Österreich 30.000-mal verschrieben.
Patienten mit akutem Abdomen sollen eine wirksame Schmerztherapie erhalten. Voraussetzung ist allerdings eine gute Dokumentation der Befunde, die Verwendung effizienter Diagnose- und Behandlungspfade und besonders die Schnittstellenproblematik bei der Verlegung der Patienten in andere Bereiche.
Beim Kolonkarzinom- Screening ist die Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl besser, als gar nichts zu tun. Wenn es jemandem allerdings mit der Krebsvorsorge ernst ist, führt an der Koloskopie kein Weg vorbei – diese entdeckt nämlich fünfmal so viele Karzinomvorstufen!
Patienten mit Zöliakie und persistierender Diarrhö unter glutenfreier Diät haben häufig eine substitutionsbedürftige exokrine Pankreasinsuffizienz.
MT 18/2008
Medical Tribune 18/2008

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