09. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
Seite drucken
Fotos: Thomas Stodulka, job
Vorweg die Trauermarschkapelle der Wiener Ärztekammer, hinten nach rund 8000 – gar nicht besinnliche – Ärzte im weißen Mantel: Das hat die Wiener Innenstadt so noch nicht erlebt. Aus allen Bundesländern waren Kolleginnen und Kollegen nach Wien gekommen, um bei der Demonstration gegen die Gesundheitsreform dabei zu sein. Medical Tribune war natürlich live vor Ort und startete gleich eine Umfrage unter den Demonstranten. Tenor: Alle machen sich Sorgen um das Gesundheitssystem, um das Patientenwohl und um den freien Arztberuf.
Univ.-Prof. Dr. Jörg Slany
WIEN – Außer Rauwolfia und Thiaziden gab es vor 40 Jahren nicht viel, um den Blutdruck zu senken, und die mussten so hoch dosiert werden, dass die Hypokaliämie die Compliance anzeigte, scherzt Univ.-Prof. Dr. Jörg Slany im Gespräch mit Medical Tribune. Die Betablocker entschärften das Schlamassel nicht wirklich, da unverhältnismäßig hohe Dosierungen verabreicht wurden. Dass hoher Blutdruck gesundheitsschädigend ist, war schon sehr früh bekannt, aber von 24-Stunden-Blutdruck-Messungen und Selbstmessung war man noch weit entfernt. Der größte Erfolg in der Hypertoniebehandlung war die Erkenntnis um das Wissen der Schutzwirkung von Blutdrucksenkung und die Grenzen zur Pathologie.
Foto: Bilderbox
WIEN – Laut Prognosen der WHO werden psychische Leiden die größte Gesundheitsgefahr im 21. Jahrhundert sein. Schon jetzt ist der volkswirtschaftliche Schaden durch psychische Erkrankungen enorm. „Umso weniger ist die Ignoranz gegenüber der Psychotherapie zu verstehen, die in der laufenden Diskussion um die Gesundheitsreform wieder einmal totgeschwiegen wird“, so Dr. Eva Mückstein, Präsidentin des Österreichischen Berufsverbandes für Psychotherapie.
Chair-Rising-Test zur Untersuchung der Muskelkraft
Auf der Tagung „Endokrinologie – Osteoporose 2008“ Mitte Mai im Salzkammergut wurde neben wissenschaftlichen Highlights ein besonderes Augenmerk auf praxisnahe Themen gelegt. Univ.-Doz. Dr. Klaus Abendroth, Regionaler Expertenkreis Osteoporose in Sachsen & Thüringen, Jena, präsentierte einfache Tests, mit denen rasch das individuelle Sturzrisiko eines Patienten eingeschätzt werden kann.
Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco
WIEN – „Kann ich nicht irgendwo fragen, ob man mich kennt?“, flüstert die demenzkranke Frau Mauerhoff in die Kamera. Die filmische Dokumentation ihres Schicksals brachte Einblicke in die verlorene Welt Demenzkranker und wie man sie dort erreichen kann. Nonverbale Kommunikation und Validation können festgefahrene Dialoge neu beleben. Wird es für die Angehörigen zu belastend, hilft professionelles Case- and Care-Management. Und es bleiben noch die Ergebnisse der Alzheimer-Immunisierung abzuwarten, die nach Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco in jedem Fall einen Fortschritt bringen.
Viktoria Hausegger, Foto: Archiv
WIEN – Im Praxisteam auf die richtigen Mitarbeiter setzen zu können ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen Arztpraxis. Viktoria Hausegger, Geschäftsführerin der Agentur Mehrwertmarketing: „Deshalb ist die professionelle Auswahl entscheidend, dadurch kann man später Zeit, eine Menge Konflikte und finanzielle Mittel sparen.“
mammografie.jpg
INNSBRUCK – Konsequenz aus einem erfolgreichen Pilotprojekt: In Tirol soll ab Juni 2008 ein landesweites Screening-Programm für alle Frauen ab 40 die Früherkennung von Brustkrebs erhöhen und mittelfristig die Mortalitätsrate weiter senken.
Fotos: FC Grinzens (3), HS
GRINZENS – Bei der EURO 2008 werden die Fußball-Stars von spezialisierten medizinischen Experten vorbereitet und während der Spiele behandelt. Medical Tribune ist der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert Sportmedizin viele Leistungsklassen tiefer hat, wie gefährlich Fußball auf diesem Niveau ist und ob Kicker schlechtere Berufschancen haben, weil sie womöglich häufig verletzt dem Arbeitsplatz fernbleiben.
Bild
ZELL AM SEE – Einen Durchbruch in Sachen schmerztherapeutischer Qualitätssicherung vermeldete die Österreichische Schmerzgesellschaft (ÖSG) bei ihrer Jahrestagung: Das neue Diplom „Spezielle Schmerztherapie“ bietet Aus- und Fortbildung in der Schmerzmedizin auf dem aktuellen Stand des Wissens und erleichtert den Patienten die Orientierung.
Bild
WIEN – Mit den Schlagworten Non-Compliance und -Adherence beschäftigte sich die hochkarätig besetzte Speaker’s Lounge des Österreichischen Generikaverbandes (OEGV). Die mangelnde Therapietreue und die Abweichung vom Therapieplan verursachen neben persönlichem Leid auch enorme volkswirtschaftliche Schäden – und Kostenreduktion im Gesundheitswesen ist ja derzeit sehr aktuell. Einig war man sich, dass der Kontakt zwischen Arzt und Patient für die Compliance wichtig ist.
Homöopathie
WIEN – Die Preisträgerin des Dr. Peithner Preises für Forschung in der Homöopathie Dr. Michaela Zorzi zieht eine positive Bilanz über ihre Tätigkeit als Homöopathin an der gynäkologischen Ambulanz des Krankenhaus Hietzing. Trotz umstrittener Wirksamkeit der Methode ist die Ambulanz voll ausgelastet. Das liege am ganzheitlichen Zugang und der positiven Beeinflussung der Lebensqualität von Krebspatienten auf physischer wie auch auf psychischer Ebene.
Pneumokokken_Impfung
Grado – Bei Auftreten von Impfkomplikationen mit gerichtlichem Nachspiel muss der Arzt nicht nur nachweisen, dass der Impfstoff korrekt gelagert, sondern auch korrekt verabreicht wurde. Dürfen Patienten mit Hühnereiweißallergie Impfstoffe verabreicht werden, die Hühnereiweiß enthalten? Wie ist zu entscheiden, wenn eine Tollwutimpfung indiziert ist, aber eine Allergie vorliegt? Auf diese speziellen Fragen hat Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch Antworten parat.
Foto: Archiv
MÜNCHEN – Wer auf den Stich einer Biene oder Wespe mit einer Anaphylaxie reagiert hat, sollte sich hyposensibilisieren lassen. Allerdings kann auch die Hyposensibilisierung selbst systemische anaphylaktische Reaktionen hervorrufen.
Foto: Archiv
GAISSACH – Ein Normalbefund bei der Spirometrie sagt über Asthma wenig aus. Wer jedoch Erfahrungen mit der Lungenfunktionsprüfung hat, kann auch bei schwierigen pädiatrischen Patienten die Messung nutzen, um eine optimale Therapie zurechtzuschneidern. Doch Vorsicht mit Lufu-Fallen.
Bild
BERLIN – Auch Kolonkarzinome lassen sich minimalinvasiv entfernen, ohne dass die Sicherheit gefährdet ist. Trotzdem werden wenige Eingriffe laparoskopisch vorgenommen.
dekubitus_grad4.jpg
Unter den zahlreichen Maßnahmen, die zur Prophylaxe oder zur Behandlung von Dekubitalulzera angeboten werden, sind nur wenige eindeutig als wirksam belegt.
MT 24/2008
Medical Tribune 24/2008

Bereitet auch Ihnen ein Patient Kopfzerbrechen?



Schreiben Sie uns, wir kennen die Experten!

Redaktion Medical Tribune
Wiedner Hauptstraße 120-124
1050 Wien

Fax (01) 54 600 - 750

So behandle ich ...

Ob Fersensporn, Dauerjuckreiz, eingewachsene Zehennägel oder andere größere und kleinere Wehwehchen – pfiffige Hausärzte entdecken im Verlauf ihrer Tätigkeit immer wieder verblüffende Möglichkeiten, den medizinischen Herausforderungen im Praxisalltag nach der Devise „Gewusst wie“ zu begegnen.



Wie wär’s, wenn Sie uns und Ihren Kollegen Bewährtes aus diesem Ihrem ureigenen Erfahrungsschatz verraten? Von guten Ideen kann sicher so manch ein Kollege profitieren.

Schreiben Sie uns!

Redaktion Medical Tribune
Wiedner Hauptstraße 120-124
1050 Wien

Fax (01) 54 600 - 750