06. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
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Medizin Medical Tribune
Prof. Dr. Franz Böhmer, Foto: Thomas Stodulka
WIEN – Unser eigenes Jubiläum „40 Jahre Medical Tribune in Österreich“ inspirierte uns, den Rückblick in den einzelnen Fachgebieten zu wagen. Wer könnte 40 Jahre Geriatrie in Österreich besser überblicken als Prof. Dr. Franz Böhmer? Er war bis Ende Septemeber 2008 ärztlicher Leiter des SMZ-Sophienspital im Wiener KAV, langjähriger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie & Gerontologie und ist aktiver Pionier der Geriatrie in Österreich.
Schwerpunkt Gastroenterologie
Der Schwerpunkt Gastroenterologie berichtet ausführlich von der United European Gastroenterology Week in Wien. Weitere Themen sind die Behandlung der Divertikulitis und des Reizdarms, neue Möglichkeiten der Endoskopie, die Darmkrebsvorsorge und die oft unterschätzte Gefahr von gastrointestinalen Blutungen unter SSRI.
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WIEN – Wie viele Raucher denken wohl daran, dass sie – abgesehen von ihren armen Lungen – auch ihr Augenlicht schädigen? Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für einen Verlust des zentralen Sehvermögens, und nicht nur ältere Menschen, sondern auch ganz besonders Raucher sind davon betroffen. Jetzt startet die Kampagne „VISION 2020 – Right to Sight“, um in der Öffentlichkeit Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen und zur Vorsorgeuntersuchung zu motivieren.
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OXFORD – Scheuen Sie sich nicht, neu diagnostizierte Typ-2-Diabetiker gleich richtig an die Kandare zu nehmen. Die intensive Blutzuckertherapie schützt die Patienten auf lange Sicht vor üblen Folgen.
Grazer Fortbildungstage, Graz, Oktober 2008
GRAZ – Viele medizinische Sensationen von gestern sind heute klinische Routine. Auch in der Transplantationsmedizin sind die Schlagzeilen längst vom Alltag abgelöst worden. Mit steigenden Patientenzahlen und Überlebensraten wird es für die Zentren immer wichtiger, sich bei der lebenslangen Betreuung der Patienten auch auf kompetente Partner verlassen zu können. Engagierte Hausärzte können hier eine wichtige Funktion einnehmen.
Abb. 1: Völlig harmlos: Sommersprossen. Foto: Prof. Hamm
MÜNCHEN – Angeborene oder frühkindliche hyperpigmentierte Hautareale können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Die Palette reicht von harmlosen Sommersprossen bis hin zu multiplen Café-aulait- Flecken als Ausdruck einer schweren kongenitalen Multiorganerkrankung.
Kongress Essstörungen 2008
INNSBRUCK – Internationale Studien belegen unabhängig voneinander, dass der bisherige Weg der Prävention von Essstörungen falsch und gefährlich ist. Für gefährdete Mädchen kann die die Information über Essen, Figur, Gewicht zum Einstieg in die Krankheit werden. Im Gespräch nennt Univ.-Prof. Dr. Günther Rathner die Alternativen: Stärkung des Selbstwerts und Medienbildung.
Dr. Elia Bragagna
WIEN – Vom 21. bis 23. November 2008 findet im Wiener AKH die 4. Gemeinsame Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Sexualmedizin (ASSM) und der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie (DGSMT) statt. Eine Möglichkeit für alle Ärzte, das sexualmedizinische Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. MT sprach mit der Präsidentin der ASSM Dr. Elia Bragagna.
Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer
WIEN – Das SMZ Ost arbeitet nicht nur mit den niedergelassenen Dermatologen zusammen, es hat sich auch eine enge Kooperation mit der rheumatologischen Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals herausgebildet. Dorthin werden Patienten, die an Psoriasis-Arthritis leiden, zur genaueren Abklärung überwiesen.
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Neben NSAR gibt es weitere Möglichkeiten, die einer gynäkologischen Indikationsstellung bedürfen.
ACE-Hemmer sind mittlerweile auch bei Kindern gut untersucht
Über die Hälfte der vorzeitigen Todesfälle von Frauen im mittleren Alter ließe sich verhindern, da sie auf beeinflussbare Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung zurück zu führen sind.
Fotos: Dr. Amrei Dilling, Campus Lübeck
Lübeck – Es schien eine kinderleichte Blickdiagnose zu sein: ausgedehnte Verrucae vulgares am rechten Daumen. Zum Glück für die 61-jährige Patientin erfolgte jedoch eine Probebiopsie.
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JÜLICH – Schnell eine Tasse Kaffee, und schon ist man wieder munter. Nur warum? Jülicher Forscher haben jetzt das entscheidende Molekül entdeckt.
Politik und Perspektiven
Dr. Gerald Bachinger
ST. PÖLTEN – Viele Behandlungsfehler kämen derzeit nicht ans Tageslicht, weil die Suche nach einem Sündenbock im Vordergrund stehe, so der Sprecher der österreichischen Patientenanwälte und Patientenanwalt Niederösterreichs, Dr. Gerald Bachinger. Deshalb tritt er in der vor kurzem errichteten Plattform Patientensicherheit dafür ein, nicht Einzelne als Schuldige herauszupicken und zudem die rechtliche Strafkeule von den Ärzten wegzubekommen.
Kostendruck
Wien – Wer behandelt wird, wird nicht unbedingt gesund. Der Forschungsbereich der evidenzbasierten Medizin untersucht, welche Risiken und welcher Nutzen hinter Medikamenten und Behandlungsmethoden stecken. Der Hauptverband der Sozialversicherung hat u.a. Daten zu vermeidbaren unerwünschten Ereignissen in den Spitälern analysiert. Mehr zu evidenzbasierter Medizin war beim EBM-Day in Wien zu erfahren.
Elisabeth Pal
WIEN – 9000 Mitarbeiter, 29.000 Räume, 10.000 Essensportionen und 30 km unsichtbare Förderbänder für den Gütertransport. Zahlenbeispiele, die genügen, um die verwaltungstechnische Dimension des Riesenapparats AKH Wien ahnen zu lassen. Herrin dieser bombastischen Verwaltung ist seit kurzem Amtsrätin Elisabeth Pal, 44. Streng ist die studierte Krankenhausmanagerin mit Ärzten, die über das Mehr an bürokratischem Aufwand jammern.
Dr. Maria Leitner, Dr. Helmut Hubner, Präsident Dr. Peter Niedermoser, Dr. Gunther
LINZ – Die meisten Beschwerden von Patienten betreffen Komplikationen wie etwa Infektionen oder Heilungsstörungen. Aber auch Klagen über verzögerte Diagnosen werden an die OÖÄK-Schiedsstelle für Behandlungszwischenfälle herantragen. Die gute Nachricht: Schwerwiegende Behandlungsfehler sind selten. Die schlechte Nachricht: Es hapert ziemlich an der Kommunikation zwischen Arzt und Patient.
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WIEN – „Die zukünftige Regierung setzt die richtigen Prioritäten“, freut sich Dr. Johannes Steinhart, Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, über die bei den Koalitionsverhandlungen angekündigte Entschuldung der Krankenkassen. Allerdings reiche der Betrag von 450 Millionen Euro für eine totale Entschuldung nicht aus.
E-Medikation: OTC-Erfassung nötig
Seltene Krankheiten
Global Fund gibt 2,15 Mrd. Euro aus
Praxisführung und Geld
Foto: Bilderbox
WIEN – Ärzte können sich gegenüber Mitbewerbern behaupten, wenn sie ihre Patienten nicht nur zufrieden stellen, sondern sie begeistern. Viktoria Hausegger, Geschäftsführerin der Agentur „mehr.wert. für Ärzte und Apotheker“: „Einfühlsame Mitarbeiter machen Patienten zu begeisterten Empfehlern.“ Notwendig sind dafür vorbildliche Vorgesetzte und auch motivierte Mitarbeiter, die ihre Begeisterung an den Patienten weitergeben.
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WIEN – Schon mehr als 200 Ordinationen haben das Angebot von der ÖQMed genutzt, bei ihren Patienten eine Umfrage über die Zufriedenheit mit der Praxis durchzuführen. Das Ergebnis: Von den bisher über 13.000 Patienten waren 83,9 % mit ihren Ärzte zufrieden.
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Gestiegene Benzinpreise und eventuell auch ein erhöhtes Umweltbewusstsein verleitet immer mehr Menschen dazu, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Als Dienstgeber können Sie Ihre Mitarbeiter dabei finanziell unterstützen.
Kolumne von Dr. Ulrike Stelzl, Wahlärztin für Allgemeinmedizin in Graz
Womit lässt sich am besten konkurrieren? Wenn Sie sich einmal für eine halbe Stunde in ein Café oder in ein öffentliches Verkehrsmittel setzen, finden Sie es sofort heraus. Das ultimative Statussymbol heißt Krankheit. Das hört sich dann ungefähr so an: „Also ich habe da ja seit drei Monaten so ein Ziehen im Rücken, und gestern war ich beim Arzt, und stellen Sie sich vor, ich habe ...“ Die anderen lauschen gespannt und noch bevor er mit seinem Satz fertig ist, fällt ihm der Zweite ins Wort: „Das ist ja noch gar nichts. Ich dagegen habe ..."
Medical Tribune 47/2008
Medical Tribune 47/2008

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