09. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
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Medizin Medical Tribune
Univ.-Prof. Dr. Hans Bröll
WIEN – „Therapeutisch gesehen herrschte vor 40 Jahren noch rheumatologische Steinzeit“, erzählt Univ.-Prof. Dr. Hans Bröll und erinnert sich an eine Zeit zurück, in der Azetylsalizylsäure das einzige Medikament war, das zur Behandlung der chronischen Polyarthritis zur Verfügung stand. Seither hat sich viel getan und die Rheumatologie hat sich zu einer Disziplin entwickelt, die vielen Betroffenen helfen kann.
 	Der Kongress – Medizin in Wien 2009
WIEN – Das Angebot an Fortbildungsveranstaltungen ist in Österreich groß, gerade in letzter Zeit wurde die Qualität der Fortbildung kritisiert. Im Jänner 2009 startet Prim. Dr. Andreas Winkler, Abteilung für Neurologische Geriatrie und Rehabilitation im Haus der Barmherzigkeit in Wien, gemeinsam mit der Stadt Wien und der Medical Tribune einen Fortbildungsevent für niedergelassene Ärzte der neuen Art.
Univ.-Prof. Dr. Peter Wolf, Foto: Werner Stieber, Uniklinik Graz
FELDKIRCH – Das Schwerpunktkrankenhaus und universitäre Lehrspital Feldkirch ist für Psoriasis-Patienten aus ganz Vorarlberg eine Anlaufstelle. Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Dermatologen ist hervorragend, und zusätzlich haben Patienten die Möglichkeit, an Studien mit modernen Biologika teilzunehmen. Ein besonderes Augenmerk wird in Feldkirch auf die kindliche Schuppenflechte gelegt.
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ROM – Die Ergebnisse des DIRECT-Studienprogramms zeigen, dass der AT1-Rezeptorblocker Candesartan eine günstige Wirkung auf die diabetische Retinopathie hat. So reduzierte Candesartan blutdruckunabhängig die Inzidenz einer diabetischen Retinopathie bei Typ-1-Diabetikern und hatte einen positiven Einfluss auf die Regression einer diabetischen Retinopathie bei Typ-2-Diabetikern.
Foto: Bilderbox
GRAZ – Wenige Interventionen bringen einen so effektiven und breitgefächerten Nutzen wie Bewegungsprogramme. In der Praxis sind es aber auch diejenigen, die am schwersten durchzusetzen sind. Motivationsarbeit sollte gezielt in die richtige Patientengruppe investiert werden. Und bei der Lifestyle-Änderung ist es wie bei der Sucht: Veränderung verläuft in Stadien. „Bewegung im Leben – Leben in Bewegung“ war das übergeordnete Thema des diesjährigen Kongresses für Allgemeinmedizin in Graz.
Foto: Bilderbox
WIEN – Leichte kognitive Einschränkungen (MCI), die allgemein als eine Vorstufe von Demenzerkrankungen gewertet werden, sind bereits bei einem Viertel der gesunden Bevölkerung über 75 Jahre weitaus häufiger anzutreffen als bislang angenommen. Diese aktuelle Erkenntnis aus der VITA-Studie präsentierte Univ.-Prof. DDr. Peter Fischer, Wien, beim Fachsymposium 3. Wiener Alzheimertag.
Foto: Bilderbox
TORONTO – Mit bikuspidaler Aortenklappe früher tot? Nein, dieses angeborene Vitium verkürzt das Leben junger Erwachsener nicht, stellt jetzt eine kanadische Studie fest.
Foto: Bilderbox
Stuttgart – Ein Mann, der sich wegen einer Ejaculatio praecox an seinen Arzt wendet, braucht intensive Beratung und eine effektive Behandlung. Therapeutisch versucht man zunächst, die Empfindlichkeit des Penis lokal herabzusetzen. Hilft das nicht, müssen Antidepressiva ran.
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Utrecht – In einer prospektiven Multicenter-Studie untersuchten niederländische Kollegen in 21 Kliniken alle Fälle ungeplanter Aufnahmen. Von insgesamt 13.000 unvorhergesehenen Hospitalisierungen waren rund 700 medikationsbedingt (5,6 %), etwa die Hälfte davon (46,5 %) wäre vermeidbar gewesen.
Foto: Mattias Kettner, Frankfurt
FRANKFURT – Wer sein Kleinkind in der Sandkiste absetzt, wähnt es wohl an einem sicheren Spielort. Dass auch Sand tödliche Gefahren birgt, zeigt der Fall eines zweieinhalbjährigen Buben. Bei der Obduktion fand man eine Obstruktion von Trachea und Hauptbronchien durch Sandmassen, die zum Tod durch Asphyxie geführt hatten. Offensichtlich hatte der Kleine einfach Sand essen wollen – wie Tausende andere Kleinkinder vor ihm.
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BERLIN – Nicht alles, was am Ellenbogen wehtut, ist ein Tennisarm. Gerade bei Sportlern muss auch an andere Ursachen gedacht werden, um keinen operationspflichtigen Befund zu übersehen.
Foto: Bilderbox
HEILBRONN – Arzthelferinnen haben häufig Hautreizungen oder Ekzeme an den Händen. Viele schieben das auf die alkoholische Händedesinfektion. Dabei strapaziert das Händewaschen mit Detergenzien die Haut viel mehr.
Osteoporose
WIEN – Wenig beachtet wird selbst unter Ärzten, dass chronische Entzündungen und die oft notwendige hoch dosierte Kortison-Therapie das Osteoporoserisiko deutlich erhöhen können. Betroffen sind davon z.B. Patienten mit COPD, Asthma oder Zöliakie. Die Knochen dieser Patientengruppen bedürfen also einer gesteigerten Aufmerksamkeit, war anlässlich des Wiener Osteoporose-Tages am 11. November zu hören.
Mammographie, Brustkrebs, Mammakarzinom, Foto: Bilderbox
Es besteht ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen der regelmäßigen Einnahme von NSAR und dem Brustkrebsrisiko – die Auswirkungen sind allerdings gering. Dass die mit der regelmäßigen Einnahme von NSAR verbundene Risikominderung zu Änderungen von Empfehlungen zur Primärprävention des Mammakarzinoms führen wird, ist eher unwahrscheinlich.
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Unter NSAR ist das Risiko einer Herzinsuffizienz erhöht, das Gesamtrisiko aber relativ klein. Vorsicht ist bei Patienten mit hohem Risiko für die Entwicklung einer Niereninsuffizienz, wie bei Patienten mit Diabetes, renalen Erkrankungen und bei mit Antihypertensiva Behandelten, sowie bei Patienten mit bereits bestehender Herzinsuffizienz geboten.
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Beckenbodentraining verhindert Harninkontinenz. Die Langzeitwirksamkeit, also die Wirkung über Jahre und Jahrzehnte, ist anhand dieser Daten nicht beurteilbar.
Schwerpunkt AIDS
positiv leben ohne Unterschied
Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember richtete die Aufmerksamkeit wieder auf die nach wie vor nicht heilbare Viruserkrankung. Lesen Sie über neurologische Auswirkungen der Infektion, Diskriminierung in Österreich und eine Ausstellung von Ärzte ohne Grenzen.
Politik und Perspektiven
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
WIEN – Was ins Auge sticht: Gesundheit ist quer durchs neue Regierungsprogramm ein Thema. Beim eigentlichen Kapitel Gesundheit finden sich dann vor allem zwei Eckpfeiler. Zunächst will der Bund den Kassen unter die Arme greifen, dann soll es mit der überfälligen Strukturreform ernst werden.
Dr. Johannes Steinhart, Vizepräsident der Wiener Ärztekammer
WIEN – Für den Vizepräsidenten der Wiener Ärztekammer Dr. Johannes Steinhart hat es viel mit gesellschaftlichen Werten zu tun, wenn für Banken und Wirtschaft Milliarden ausgegeben werden, im Gesundheitssystem aber v.a. vom Sparen die Rede ist. MT sprach mit Dr. Steinhart über Kassensanierung, Qualität in der Medizin, das Buch „Korrupte Medizin“ und den neuen Gesundheitsminister Alois Stöger.
Foto: Bilderbox
Das Patentrecht gehört nun nicht wirklich zum nötigen Fachwissen der Ärzteschaft. Derzeit kommt man diesem Thema aber kaum aus. Es häufen sich die Prozesse rund um Patente für Arzneimittel. Medical Tribune nimmt das zum Anlass, Ihnen ein wenig Basiswissen rund um das Patentrecht auf Arzneimittel zu verschaffen.
Aufklärungskampagnen sind für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mehr als Plakate und
WIEN – Was hierzulande der Fonds Gesundes Österreich, das ist bei unserem deutschen Nachbarn die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Um aus erster Hand mehr über das deutsche Flaggschiff für Prävention und Gesundheitsförderung zu erfahren, lud der FGÖ die BZgA-Direktorin zur Präsentation ihrer Institution ein. Und siehe da, im Publikum outete sich auch gleich ein österreichischer Fan der BZgA, nämlich Univ.-Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger: „Eure Internet-Datenbanken sind super zum Nachschauen. So etwas fehlt in Österreich!“
Praxisführung und Geld
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WIEN – Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Wenn einige Regeln beachtet werden, kann das Weihnachtsgeschenk für Angestellte und Mitarbeiter auch steuerlich abgesetzt werden.
Kolumne von Dr. Ulrike Stelzl, Wahlärztin für Allgemeinmedizin in Graz
Wenn Mann heutzutage einfach nur normal gesund und sexuell aktiv (und manchmal nicht ganz so aktiv) ist, fühlt er sich womöglich nicht genügend. Also muss die kleine blaue Pille (oder ihre andersfarbigen Nachfahren) her. Nur Sex ist zu wenig, eine spektakuläre Performance will geboten werden. Wer sich’s in der Apotheke nicht leisten kann, kauft übers Internet.
Finden Sie die fünf (kleinen) Fehler im rechten Cartoon und gewinnen Sie ein Exemplar von „Haubenmen
Finden Sie die fünf (kleinen) Fehler im Cartoon und gewinnen Sie ein Exemplar von „Haubenmenüs zum Beisl-Preis“!
MT 49/2008
Medical Tribune Nr. 49/2008

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Ob Fersensporn, Dauerjuckreiz, eingewachsene Zehennägel oder andere größere und kleinere Wehwehchen – pfiffige Hausärzte entdecken im Verlauf ihrer Tätigkeit immer wieder verblüffende Möglichkeiten, den medizinischen Herausforderungen im Praxisalltag nach der Devise „Gewusst wie“ zu begegnen.



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