06. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria
Dr. Klaus Rissmann, Arzt für Allgemeinmedizin aus Eppstein: Bei einem 39-jährigen Patienten wurde 1997 eine Hämochromatose mit der homozygoten Genvariation HFE 282 diagnostiziert. Bis 2002 hatte man regelmäßig Aderlässe durchgeführt, dann bis Mitte 2007 ausgesetzt, da die Eisen-, Ferritin- und Leberwerte unauffällig waren. Zwischenzeitlich wurden erneut Aderlässe notwendig, seit Februar 2008 liegen die Eisen- und Ferritinwerte wieder im Normbereich. Kann eine genetisch gesicherte Hämochromatose sich in ihrer Symptomatik wieder verlieren?

weiter

Dr. Ulrike Bischoff, Ärztin für Allgemeinmedizin aus Egestorf: Meine Patientin hatte nach einem Zeckenstich ein Erythema chronicum migrans, das wegen eines Urlaubs jedoch nicht behandelt wurde. Etwa fünf Wochen später waren die IgM-Antikörper gegen Borrelien positiv, die IgG-AK grenzwertig. Zur Zeit der Antikörper-Bestimmung war die Patientin in der fünften Woche schwanger und lehnte eine Antibiotikatherapie ab. Wie groß ist ggf. das Risiko für das Kind? Welche Therapieoptionen gibt es?

weiter

Dr. Friedrich Zeuß: Meine 25-jährige Patientin hat seit zirka fünf Jahren einen androgenetisch imponierenden Haarausfall. Diagnostisch waren alle gängigen Tests inklusive Hormonuntersuchungen unergiebig. Dermatologen konnten der Frau nicht helfen. Die bisherige Therapie umfasste neben Alfatradiol und Minoxidil-Lösung eine orale Kortisontherapie sowie Substitution von Zink und Gabe von Kieselerde. Welcher diagnostischtherapeutische Schritt wäre zu empfehlen?

weiter

In Consilio: „Was kann ich als Allgemeinmediziner zur Abklärung einer möglichen Stoffwechselerkrankung bei adipösen Kindern tun“, fragte Dr. Wolfgang Lischka, Mödling. Sein Problemfall: ein elf Jahre alter Bursche (139 cm, 45 kg).

weiter

In Consilio: Dr. Egbert Früh, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Herzberg: "Meine 70-jährige Patientin, die unter rezidivierenden Gichtarthritiden leidet, veträgt kein Allopurinol. Sie entwickelt ausgeprägte Hautreaktionen, die nach Absetzen wieder verschwinden. Die Gabe von Benzbromaron verbietet sich m.E. wegen der eingeschränkten Nierenfunktion. Was kann man der Patientin dauerhaft zur Senkung der Harnsäure und Prophylaxe der Arthritiden geben?"

weiter

In Consilio: "Meine Patientin bekommt seit Jahren starken Ausfluss mit Missempfindungen beim Wasserlassen. Zudem hat sie prämenstruell starke, krampfartige Schmerzen. Vom Gynäkologen wurde sie wiederholt antimykotisch behandelt, obwohl der Vaginal-Abstrich keine Besonderheiten gezeigt hatte. Wie kann ich den Ausfluss bekämpfen?" fragt Dr. H. M. aus N.

weiter

In Consilio: Dr. H. U. aus K.: Ich hatte ein Knochenmarködem im linken Knie und mir deshalb Ilomedin geben lassen. Dennoch erkrankte nach der medialen Femurkondyle die laterale, außerdem übersprang das „Ödem“ den Gelenkspalt in die mediale Tibia. Die nochmalige Ilomedin-Therapie brachte mäßigen Erfolg, nach einer hyperbaren Sauerstoffbehandlung waren die Beschwerden weitgehend abgeklungen. Wenig später folgte eine „Ermüdungsfraktur“ mit begleitendem Ödem im Os cuneiforme intermedium. Vier Monate später zeigte das MRT weiterhin das Ödem, das inzwischen auf die Nachbarstrukturen übergegriffen hat. Was kann ich tun?

weiter

In Consilio: Dr. Wolf Gschwandtner, Dermatologe, Innsbruck: Ich leide seit meiner Studienzeit unter Mouches volantes. Bei schnellem Hochreißen des Kopfes werden diese perlschnurartig aufgereihten schwarzen Punkte bis an den oberen Rand des Gesichtsfeldes geschleudert und sinken in wenigen Sekunden durch die Schwerkraft bis zum unteren Gesichtsfeldrand. Wie können sich kleine Teilchen in einem gallertartigen Milieu wie dem Glaskörper so schnell und so weit bewegen? Eher könnte ich mir vorstellen, dass dies nur in einem flüssigen Milieu, etwa dem Kammerwasser, möglich ist. Wie lässt sich das erklären?

weiter

In Consilio: In der Therapie der latenten Herzinsuffizienz hat Furosemid seinen fixen Stellenwert zur Behandlung von Ödemen und Leberstauung. Nimmt die Wirkung des Schleifendiuretikums ab, gibt es noch eine andere Alternative als eine Dosiserhöhung. MR Dr. Wolfgang Florioli empfiehlt auf Grund seiner langjährigen Erfahrung ein Vorgehen, das die Diurese steigert, ohne die Nebenwirkungen des Furosemid zu erhöhen.

weiter

In Consilio: Ein niedergelassener Arzt aus Wien 16 hat bei der MT via E-Mail angefragt: Er sucht nach Informationen, wo man IgE-Antiköpertests auf alle Impf-Inhaltsstoffe durchführen lassen kann. Es häufen sich die Fälle, dass Prick- und Epikutantests nicht aussagekräftig sind. Speziell sucht er eine Testung auf Formal- und Glutaraldehyd, Aluminium und Thiomersal oder Phenol.

weiter

In Consilio: Dr. Heino d‘Oleire, Facharzt für Chirurgie und Orthopädie, Bondorf: Vor etwa fünf Jahren las ich eine Arbeit über die Radiowellen-Therapie bei ösophagealem Reflux. Ich kann mich nicht erinnern, inzwischen wieder etwas über die Methode erfahren zu haben. Hat sie sich tatsächlich bewährt, und wo wird sie ggfs. vorgenommen?

weiter

Dr. Helmut Kapp, Arzt für Allgemeinmedizin, Oberndorf: Ein 17-jähriger Patient leidet unter Osteochondrosis dissecans Grad III im medialen Condylus des Femur (MFC). Er wurden zweimal arthroskopisch Pridie-Bohrungen durchgeführt. Im MRT zeigt sich ein Osteochondrosis-dissecans-Herd Grad III in situ ohne Ablösung. Nach Kontrastmittelgabe ist eine deutlich verminderte Durchblutung des MFC erkennbar. Gibt es erfolgversprechende weitere therapeutische Schritte?

weiter

In Consilio: Dr. Heinz Matzdorf, Bad Reichenhall: Ich habe gehört, dass Kinder, wenn sie zu lesen beginnen, Augentraining machen sollten, damit sie im Erwachsenenalter keine Brille brauchen. D.h. ein Kind mit gesunden Augen soll zwischendurch mit einer Lesebrille (+1,5 dpt/) lesen. Für mich ist das eine Außenseiter-Methode. Liegen Untersuchungen dazu vor?

weiter

In Consilio: Thomas Drescher, Facharzt für Allgemeinmedizin, Wesendorf: Bei der Einführung der Schlafmittel Zopiclon und Zolpidem hieß es, dass diese kaum Abhängigkeitspotenzial besitzen und nach einer kurzen Anwendungszeit problemlos wieder abgesetzt werden könnten. Es hat sich jedoch im Lauf der Zeit gezeigt, dass fast alle, die diese Mittel einmal bekommen hatten, nicht mehr ohne sie auskamen. Was sagen die Kollegen? Wer weiß einen Weg aus dem Z-Problem?

weiter

In Consilio
In Consilio

Bereitet auch Ihnen ein Patient Kopfzerbrechen?



Schreiben Sie uns, wir kennen die Experten!

Redaktion Medical Tribune
Wiedner Hauptstraße 120-124
1050 Wien

Fax (01) 54 600 - 750