09. September 2010
Medical Tribune Medizin Medien Austria

Mediskop: Die Kommentare im Überblick

Spitalsdiskussion in der Abseitsfalle

Manchmal kommt‘s wirklich blöd – der Pass im Fußballspiel oder ein „Sager“ in der Politik. Nämlich zum falschen Zeitpunkt und aus der falschen Ecke. Ergebnis: Torchance null. Mal der Reihe nach: Im Februar 2009 wurde von höchsten Regierungskreisen eine Arbeitsgruppe beauftragt, für den Bereich „Gesundheit und Pflege“ eine strukturierte Analyse der bestehenden Probleme und der damit verbundenen Folgewirkungen zu erarbeiten.

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SVA hat ihren Job nicht erledigt

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer. Damit fallen die gesetzliche Krankenversicherung der Selbständigen und der mitversicherten Angehörige in ihre Zuständigkeit.

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Wozu brauchen wir Turnusärzte?

Manchmal sind hundert Tage Schonzeit für einen Minister oder Ministerin nicht genug. Manche brauchen etwas mehr Zeit. Das heißt aber nicht, dass sie es deswegen langsam angehen. Nein, manche geben schon von Anbeginn an ohne Rücksicht auf Nebenwirkungen Vollgas. Frau Minister Karl, ihres Zeichens neue Wissenschaftsministerin, möchte sich offenbar unbedingt in die Reihe jener einreihen, die einen vorschnellen Sager nicht auslassen wollen.

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Da bleibt einem die Spucke weg

Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft titelt in ihren April-News, die die Versicherungsnehmer erst am 11. Mai erreichten: „SVA verhandelt weiter“. Zu diesem Zeitpunkt war die Information Schnee von gestern. Die Verhandlungen zwischen Ärzteschaft und Sozialversicherung waren nicht auf jener Ebene geführt worden, die einen Abschluss zuließen. Vielmehr hatte Gleitsmann offensichtlich ganz rigide Vorgaben und keinerlei Spielraum für einen Kompromiss.

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An alle: Rauchen ist uncool!

Das Thema Rauchverbot wurde dieser Tage durch eine neue Argumentation bereichert. Ein Wiener Promianwalt, der sich gerne in der „Seitenblicke“-Gesellschaft „sonnt“ und sich als Raucheranwalt gefällt, rügte ÖÄK-Präsident Dorner. Er habe mit der Forderung nach einem generellen Rauchverbot nicht zu Ende gedacht: „Auf Grund der erhöhten Asthmagefahr für Kinder ein generelles Rauchverbot in Gaststätten zu fordern ist sinnlos, denn welches Kind treibt sich schon nächtens in Bars herum?“

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Hausapotheken für den Klimaschutz

Der Überlebenskampf der Hausapotheker währt schon lange. Wohl wissend, dass sie jene Infrastruktur bereitstellen, die der ländlichen Bevölkerung die Gesundheitsversorgung aus einer Hand garantieren. Selbst im übermächtigen Verwaltungsapparat der Gemeinden und Länder hat sich Bürgernähe durchgesetzt: „One stop, one go.“

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Problemzonen des Gesundheitssystems

Was ist los in Österreich mit dem „weltbesten“ Gesundheitssystem? Wir haben ein einziges großes Problem: Die Finanzierung. Nicht, dass nicht genug Geld da wäre. Nein – die Verteilung ist in arger Schieflage.

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Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen

Anfang Jänner legte Bundesminister Stöger den ersten Entwurf für Ärztegesellschaften vor. Er versuchte damit ein Versprechen an die Ärzte einzulösen, das er anlässlich des Kassensanierungspaketes im Jahr 2009 gegeben hatte. Allein schon, dass es diese Junktimierung gab, ist ja nicht gerade ein Zeichen des Fortschrittgeistes. Allerlei „Hässlichkeiten“ schmückten das Papier.

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Entschuldigen Sie das Gesudere

Vier Millionen E-Cards müssen heuer getauscht werden. Bei zwei Euro pro Stück macht das acht Millionen Euro. Einmalig günstig. Würde doch eine Karte mit Foto fast das Doppelte kosten. Als Spezialeffekt wird „SV“ in Blindenschrift zu ertasten sein. Also allemal ein Grund, dass sich die Zampanos im Hauptverband vor Eigenlob gegenseitig heftig auf die Schulter klopfen können. Die ganze Aktion wurde nicht aus eigenem Antrieb initiiert, nein vielmehr, weil die auf fünf Jahre zeitlich befristete Europäische Versicherungskarte diesen Tausch notwendig macht.

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Ärztekammer allein in der Urania

Es war Anfang März, als die Wiener Ärztekammer zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wird 2010 das Jahr der vertragslosen Zustände?“ in die Wiener Urania einlud. Allein das Podium blieb leer. Nicht ganz. Die Ärztekämmerer waren da.

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Der freie Beruf Arzt im Wandel

Die Zeiten ändern sich. Auch für die althergebrachte Form der Berufsausübung der niedergelassenen Ärzte. Es sind nicht die Forderungen der Kassen, sondern vielmehr die Vorstellungen des Klientel bzw. der Patienten, die sich eine zeitgemäße Betreuung wünschen. Dazu gehören natürlich Öffnungszeiten der Praxen, die denen der Geschäftswelt ähnlich sind. Nicht unbedingt am Sonntag, aber zumindest wochentags von 8.00 bis 19.00 Uhr.

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Kein Vertrag mit der SVA?

Die SVA mokiert sich darüber, dass die „Österreichische Ärztekammer“ eine Inseratenkampagne fährt, um die Öffentlichkeit vom bevorstehenden vertragslosen Zustand zu informieren. Unter dem Motto „Wir verstehen uns. Auch ohne SVA.“ versucht man zu signalisieren, dass die „bösen Buben“ in der Sozialversicherung sitzen. Schließlich hatte man sich schon auf einen schmerzlichen Honorarkompromiss geeinigt, als die Politik den Abschluss platzen ließ.

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Der Fasching ist vorbei: Geld fürs Warten?

Ein sonst besonnener Patientenanwalt machte mit der Idee von sich reden, die Wartezeit der Patienten bei Ärzten mit 45 Euro pro Stunde in Rechnung zu stellen. Da sind wohl ein wenig die Pferde mit ihm durchgegangen. Erst denken, dann reden sollte auch für Faschingsscherze gelten.

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Österreich ist spitze – noch!

Alle jene Entscheidungen, die in der Zukunft zu einer Verschiebung von Reparaturmedizin und Krankenpflege zu Vorsorge und Gesundheitspflege führen sollten, liegen auf der langen Bank. Warum? Es geht ums Geld.

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Wertschätzung ade

Es herrscht helle Empörung. Eine Zahnärztin hat für einen nicht abgesagten Ordinationstermin 140 Euro verrechnet. Zu Recht, sagen die Juristen. Trotzdem können sich die Moderatoren im Rundfunk gar nicht mehr einkriegen ob der Empörung über eine Stornogebühr bei einem Arzt. Einer kleinformatigen Gratis-Tageszeitung ist dieses Thema sogar die Titelseite wert. Man muss sich fragen: Wieso diese Aufregung?

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Zechprellerei auf Kosten der Ärzte

Die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel sind vorbei. Es ist zwar noch Fasching, doch längst kein Grund mehr zum Feiern. Die Realität holt einen schnell ein. Zwar klopft der Gesundheitsminister ob der angekündigten Sparmaßnahmen zur Kassensanierung noch fromme Sprüche, die Kassenvoranschläge malen jedoch ein anderes Bild. Geld aus dem Kassenstrukturfonds gibt es nur, wenn bis 2013 1,7 Milliarden eingespart werden.

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Gesundheitspolitik oder Stegreiftheater?

Alle Aufregung umsonst. Reines Abcashen der Pharmaindustrie. So oder ähnlich klingt es nun aus vielen Mündern, wenn es um einen Rückblick hinsichtlich des H1N1- Themas geht. Im Nachhinein wissen es natürlich alle besser. „Das hab ich gleich gesagt“ ist eine nun viel gebrauchte Redewendung. Wenn nunmehr über die vollen Grippeimpfungslager berichtet wird, klingt oft ein wenig Schadenfreude mit. Löst man sich von der emotionalen Betrachtungsweise, ergibt sich ein anderes Bild.

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Sinnloser Wettlauf ums Neujahrsbaby

„Das Neujahrsbaby Azra aus Niederösterreich kam pünktlich um Mitternacht“, titelte die APA. Schön. Das Krankenhaus Lilienfeld brachte den Nachzügler – Geburtstermin wäre schon der 30. Dezember gewesen – sekundengenau auf die Welt und verwies damit den kleinen Paul, eine Frühgeburt mit knapp 1,4 kg, und seine Geburtsabteilung im Wilhelminenspital im „Fotofinish“ mit einer Sekunde Verspätung auf Platz zwei.

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Bald sitzen die Daumenschrauben fest

Man kann wahrlich sagen, dass sich die Standesvertreter der Ärzteschaft bemüht haben, den Krankenkassen partnerschaftlich zu helfen. Seit Jahren haben sie hingenommen, dass bei den Honorarverhandlungen nicht einmal die Inflationsrate abgegolten wurde. Nahezu reaktionslos haben sie hingenommen, dass der Verwaltungsaufwand von den Kassen in die Ordinationen verlagert wurde.

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Wird das System ausgehungert?

Mit Zahlen wird schnell um sich geworfen. Besonders wenn es um das liebe Geld geht. Noch schöner, wenn es um hohe Summen geht und man dabei noch den Zeigefinger mahnend erheben kann. Aktuelles Beispiel gefällig? Bitte: „Die Wirtschaft schuldet den Krankenkassen fast eine Milliarde Euro.“ Bei einem Finanzbedarf von zirka zwei Milliarden – eher bedingt durch die fehlende Abgangsdeckung politisch induzierter kassenfremder Ausgaben – ein ordentlicher Betrag.

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RSG Wien: Heiße Luft mit Kollateralschaden

Stadt Wien und Wiener Ärztekammer schwelgen in Zufriedenheit. Zumindest sagt man das gegenüber den Medien. Stolz auf einen gelungenen regionalen Gesundheitsplan. Zufrieden damit, nahezu einvernehmlich die weitere Entwicklung der Strukturen der medizinischen Versorgung bis 2015 festgelegt zu haben. Wenn man sich die Details ansieht, werden sich so manche wundern. Wundern darüber, worauf Gesundheitsstadträtin und Ärztekammer- Präsident stolz sind.

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Impfen ja, aber nur die Anderen

Vorige Woche, am Tag des Anlaufens der H1N1-Impfaktion für Gesundheitspersonal, war der Ansturm überschaubar. In Wien, zum Beispiel, waren über 5000 Ordinationen eingeladen worden. Nur 1500 Personen hatten sich angemeldet. Ausgehend davon, dass inklusive Personal über 15.000 Personen die Möglichkeit geboten wurde, sich impfen zu lassen, ein schwaches Ergebnis.

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Warten auf Spontanlösung oder ein Wunder muss her

Es herrscht helle Aufregung im größten Spital Österreichs – dem Wiener AKH. Schon wieder? Weshalb diesmal? Diesmal, weil mit 31. Dezember jene Vereinbarung ausläuft, welche Dienste, die über 13 Stunden dauern, ermöglicht. Gerade diese Vereinbarung zum Krankenanstalten- Arbeitszeitgesetz macht aber erst jene Journaldienste möglich, die den Betrieb des AKH sichern.

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Pharma-Bashing oder zurück zu „Aderlass und Klistier“

Erst der Wechsel von „Aderlass und Klistier“ zu modernen Arzneimitteln brachte jenen Fortschritt, der die Lebenserwartung emporschnellen ließ. Dafür wenden wir in Österreich knappe drei Milliarden Euro auf. 12,9 Prozent der Gesundheitsausgaben oder 1,3 Prozent des BIP. Viel und zugleich auch wenig. Zumindest deutlich weniger als im EU-Umfeld.

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Soda Tax oder Schulmilch

Wir verdanken den Vereinigten Staaten Bubble Gum und Coca Cola. Damit importierten wir Lebensgewohnheiten und deren Folgen. Vor allem der Genuss an zuckerhaltigen Softdrinks führt zu Übergewicht schon in jungen Jahren und den damit verbundenen Folgeschäden. US-Präsident Obama forderte in einem Interview spürbare Steuern auf Softdrinks – „soda tax“.

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Nichtrauchen ohne Ausnahmen – das spart wirklich Geld

Es ist eigentlich müßig, in einem Ärztemedium darüber zu schreiben, dass sowohl das Rauchen selbst wie auch das Passivrauchen gesundheitsschädlich sind. Natürlich wissen wir das. Natürlich wissen dank der Massenmedien das auch alle andere. Eben nicht nur die Mediziner. Trotzdem erblöden sich Szenewirte und Pseudopromis nicht, jenes Rauchergesetz zu torpedieren, welches, so man den Recherchen von Tabakgegnern Glauben schenkt, ganz bewusst ignoriert wird.

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Problem Datenschutz: Nur Ärzte wissen, was sie tun!

Es ist anscheinend geradezu in Mode, Mitarbeiter zu überwachen. Egal ob Telefonkonzerne oder Lebensmitteldiskonter oder … Dem Management ist es offensichtlich ganz egal. Hauptsache, die Profite lassen sich optimieren. Dienstnehmervertreter heulen leise auf. Die Angestellten der Betriebe kuschen in Anbetracht der Wirtschaftslage. Das war’s.

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Wer kann dem Minister noch helfen?

Die Regierungsklausur in Salzburg war kaum beendet, da wurden schon die Beschlüsse um die Kassenreform von den Koalitionspartnern unterschiedlich interpretiert. Während man sich offenbar auf Beamtenebene längst im Klaren war, verstanden Gesundheitsminister Alois Stöger und Finanzminister Josef Pröll die Beschlüsse unterschiedlich. Dem Kassenfachmann Stöger war alles klar. Schließlich ging es ums Flottmachen der finanzmaroden Kassen.

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In Alpbach nichts Neues: Veränderung wozu?

Diesmal standen die Alpbacher Gesundheitsgespräche unter dem Motto „Veränderung als Chance“. Wer nichts Neues erwartet hat, wurde nicht enttäuscht. Gesundheitsökonome, Rechnungshof-Präsident und Sozialversicherungssprecher gaben sich wenig kreativ. Lapidares Ergebnis der Analyse: Das Gesundheitssystem ist in einer Dauerkrise, daher ist die Gesundheitsreform in einer Dauerkrise. Bei so tiefgründigem Palaver wirkte einzig Niederösterreichs Vizelandeschef und Finanzlandesrat Sobotka originell.

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Einsparung kann teuer kommen

Die Sommergespräche im ORF sind zur lieben Gewohnheit geworden. Alljährlich füllen sie das Programmloch in der Urlaubzeit mit Politikergesprächen der einzelnen Parteien. Laue Inhalte locken jedoch meist nur wenige Seher vor den Schirm. Egal, die Sendezeit ist gefüllt, die Kosten sind niedrig. Abwechslung der besonderen Art liefern bei den heurigen Freiluftplaudereien das Wetter, die Kirchenglocken, die mehr oder weniger intellektuellen Co-Plauderanten aus der Künstlerszene und die Aufzeichnungsorte.

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Impfung gegen Gesundheitspolitik light?

Einer aktuellen Studie zufolge werden 2010 weltweit sechs Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Die Belastung der Weltwirtschaft soll sich auf 350 Milliarden Euro belaufen. Das sind zwar neue Zahlen, aber gewusst hat man das ohnehin. Geschehen tut nur wenig und das halbherzig. Ein „bisserl“ Rauchverbot und höhere Rauchwarenpreise. Mehr ist auch nicht leicht durchzusetzen. Gesundheitspolitik light.

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Die Frauenquote als Aufreger

Es bedarf der absoluten „Sauren-Gurken-Zeit“, um das Thema „Frauenquote“ beim Medizinstudiumzugang aufzuwärmen. Nach dem Motto „egal, was geschrieben wird, Hauptsache mein Name wird richtig geschrieben“ meldete sich NR-Abgeordneter Dr. Rasinger mit „Ich wäre beim Test durchgefallen“ zu Wort und forderte wegen der Schieflage bei dem Testergebnis eine Frauenquote. Ob er damit den Frauen hilft, sei dahingestellt.

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Regierungsverantwortung auf Sommerpause

Alle machen Urlaub. Warum nicht auch die Regierung? Schon okay. Aber gleich acht Wochen und alle auf einmal? Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man die Tagespresse verfolgt.

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Österreichs Ärzte als Exportartikel der Zukunft?

Mutiert unsere Alpenrepublik zum kostenlosen Medizinerausbildungsland der EU? Der Steuerzahler blecht die Kosten der Universitäten und dann exportieren wir unsere Jungärzte. Kein Wunder, dass neben Wien, Innsbruck und Graz auch andere an diesem Spiel teilhaben wollen. Nach dem Motto: Jeder Landeshauptstadt eine Medizinuniversität. Wird doch wohl noch legitim sein?! Schließlich gilt ja im Gesundheitswesen schon längst die Maxime: Jedem Dorf (Bürgermeister) sein Spital.

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Kassensanierungspaket: Viel lauwarme Luft

Das Kassensanierungspaket wurde fristgerecht vor dem 30. Juni 2009 BM Stöger überreicht. Er zeigte sich erfreut. Finanzminister Pröll denkt angeblich noch nach. Grund dazu ist vorhanden. Hauptverbandschef Schelling spricht von 2,5 Milliarden Einsparungen. Verhandlungspartner Wawrowsky wundert sich über die Zahl, denn Zahlen wären keine genannt worden.

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Karottentherapie wird fortgesetzt

Man dreht im Bereiche der Medikamentenkosten heftig an den Daumenschrauben. Reduktion der Großhandels- und der Apothekerspanne, Zwangsrabatte (vom VfGH autorisiert) und mehr als „sanfter Zwang“ zur Generikaverschreibung sind die neuen Wundermittel. Helfen werden sie nicht wirklich. Dafür besteht die Gefahr, dass die Medikamentenversorgung in Österreich auf Entwicklungsländerniveau reduziert wird.

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Fachmann mit Visionen und Handschlagqualität

Insider wussten es schon geraume Zeit. Nun ist es offiziell: Franz Bittner, langjähriger Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, legt alle seine Funktionen zurück und wechselt in seinem neuen Lebensabschnitt in die Privatwirtschaft. Damit verliert das Wiener, nein das österreichische Gesundheitssystem einen der profundesten Fachleute.

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Wir machen Gesundheit

„Wir machen Gesundheit“ lautet der Slogan der Gesundheitswirtschaft Österreich, einer Plattform, die sich dadurch auszeichnet, dass Ärzte bestenfalls unter „ferner liefen“ vorkommen. Einer Kick-off-Veranstaltung in der Wirtschaftskammer folgte nun ein Abend im Wiener Billrothhaus unter dem Titel: „Die Zukunft: Medizin wird persönlich“. Wiederum ausgezeichnet durch die offensichtlich nicht unabsichtliche Absenz von Ärzten in der Expertenrunde und auf der Gästeliste.

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Datenschutz? Datenschutz gibt’s nicht!

In Österreich wird Datenschutz groß geschrieben. Zumindest seitens der Ärzteschaft. Hauptverband und Sozialversicherungen empfinden die Einwände in Sachen Datenschutz als lästige Störaktionen. Ein Blick über die Grenze gibt uns Recht. Im EU-Nachbarland Deutschland wurde aufgedeckt, dass gesetzliche Krankenkassen in zumindest zwei Fällen Versichertendaten an eine Privatversicherung verkauft haben.

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E-Card-Desaster und kein Ende

Die E-Card bleibt in den Schlagzeilen. „In nur einem Jahr: Fast 200.000 E-Cards futsch“ durften wir dieser Tage in einem bunten Tagesblatt lesen. Nicht nur, dass so viele E-Cards verloren gehen, werden darüber hinaus noch fast 160.000 defekt. Die Neuausstellung der Karten kostete mehr als 2,1 Mio. Euro.

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Weg mit den Ärzten, die kosten nur

Alle reden von der Notwendigkeit des Sparens im Bereiche der Gesundheitsausgaben. Und alle finden eine Sparmöglichkeit – aber ganz weit weg vom eigenen Schrebergarten. Da macht der Hauptverband keine Ausnahme. Die Anzahl der Direktoren auf zwei zu verkürzen war kein wirkliches Thema. Nein – es waren vier und bleiben vier. Der Neue, seit einem Monat im Amt und zuständig für die Bereiche Vertragsärzte und Medikamente, macht schon von sich reden. Ob sich Christoph Klein, ein Zuwachs aus der Arbeiterkammer, damit auch einen Namen machen wird, ist allerdings noch fraglich.

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Das Feindbild: Der Minister als Fachmann

Österreich hat ein neues Tagesthema: „Regierung im Sinkflug“. Mit Österreich ist nicht die Bevölkerung dieses Landes gemeint, nein, vielmehr eine bunte Tageszeitung, deren Auflagenzahl auf einer hohen Gratisverteilungrate fußt. Weil das beliebte Politikerranking nicht genug für eine Doppelseite hergibt, braucht man unbedingt ein Kabinettsmitglied, das wackelt. Wer suchet, der findet: Alois Stöger, der frisch gebackene Gesundheitsminister, muss dafür herhalten.

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Selbst das Nichts dürfen sie noch bezahlen

„Krankenstandsmeldung per ECard möglich“ lautet der neueste Jubelschrei der Sozialversicherung. Die Krankenversicherer verlagerten die Scheinadministration mit der elektronischen Abrechnung zu ihren Vertragsärzten. Die Kassenärzte dürfen nun drei Jahre die Scheine bunkern und die Abrechnung mit allem verbundenen Aufwand in ihren vier Wänden für die Kassen erledigen.

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Wenn der Hauptverband über Sparpotenziale nachdenkt

Immer wenn es politisch eng wird, übertragen jene Herrschaften, denen das Volk bei der letzten Wahl die Verantwortung übertragen hat, die heiße Kartoffel an einen tunlichst subalternen Spieler. Damit dieser nichts anstellen kann, was den Herrschaften gegebenenfalls unangenehm sein könnte, schafft mach auch gleich die entsprechenden Voraussetzungen, welche garantieren, dass absolut nichts passieren kann. Ein in der Vergangenheit oft erfolgreich angewandtes Rezept. Wirkt immer wieder. Auch aut idem.

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